Berichte

Die urige Kneipe wird zur veganen Dönerbude

Mitteilungsblatt Rielingshausen · 05. April 2024 · Nr. 14
Text und Fotos: Theatergruppe Wei‘Schtengl
Das Gasthaus „Zum Ochsen“ macht dicht und in dessen Räumlichkeiten öffnet eine vegane Dönerbude mit Thai-Massage und Apothekennotdienst – dieses Szenario ist zwar nur der Phantasie der TBR-Theatergruppe „Die Wei’Schtengl“ entsprungen, das örtliche Kneipensterben darf jedoch als Tatsache gewertet werden. In der Gemeindehalle herrschte bei den insgesamt vier Aufführungen jedenfalls beste Stimmung. Schließlich haben die Darsteller unter der Regie von Reinhardt Giebel in ihrem aktuellen Stück des Autors Christof Martin auch gesangliche Höhepunkte präsentiert. Als im Ochsen der Superstar zur Rettung des Gasthauses gesucht und eigens dafür ein Gesangswettbewerb auf den Plan gerufen wurde, ist sogar die biedere Lammwirts-Emma (Cornelia Poltmann) musikalisch zur Höchstform aufgelaufen. Auch die Ochsen-Wirtin Marianne Büchle (Sandra Wiesinger) zeigte gesangliches Talent und ihr Mann Hermann (Frank Müller) intonierte ebenfalls gefühlvoll den Niedergang der örtlichen Kneipenkultur. Nach Helene Hügele (Sigrid Schmiedt) musikalischer Hommage an vergangene Zeiten waren die Zuschauer dermaßen begeistert, dass sie die Sängerin aus Kleinaspach erst nach einer Zugabe von der Bühne entließen. Als die beiden Showsternchen Chantal Scheifele (Thomas Forch) und Sarah o’Konrad (Sabine Hennig) von „99 Kochrezept“ sangen und dazu noch als optische Schmankerl glänzten, stand einem äußerst amüsanten Gesangswettbewerb freilich nichts mehr im Wege. Zumal Berta Kreuzwäg (Margrit Keller) dafür engagiert im Flecka geworben hat. Der stets durstige „Ochsen“-Stammgast Achim Affentäle (Axel Opitz) hatte durchaus Qualitäten als spontaner Moderator, allerdings funkte ihm der Licht- und Tontechniker Toni (Gerald Marx) das eine oder andere mal dazwischen. Einzig Gernot Graf von Kiesgrub (Peter Eisele) hatte das uneingeschränkte Mitleid des Publikums. Denn der Kontrahent des Ochsenwirts und Macher der veganen Dönerbude litt gefühlt minütlich an einer anderen schweren Krankheit. Das siebte Stück der TBR-Theatergruppe ist beim Publikum sehr gut angekommen und die „Wei’Schtengl“ bedanken sich bei allen Unterstützern, Mitmachern, Helfern sowie Sponsoren, die zum Erfolg beigetragen haben. Ein Dank gilt ebenso den Vereinskollegen, die auf so manche Übungsabende verzichtet und somit die vorbereitenden Proben auf der Bühne möglich gemacht haben.

 

 

         

 

Der Ochsen sucht den Superstar

Marbacher Zeitung, Cornelia Ohst, 18.03.2024

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Aber, aber Herr Pfarrer

Marbacher Zeitung, Ingo Nicoley, 24.10.2022
 

Der Pfarrer lässt seine Schäfchen tanzen

Mitteilungsblatt Rielingshausen · 04. November 2022 · Nr. 44
Foto: Text und Fotos: Theatergruppe Wei‘SchtenglWenn ein falscher Pfarrer seine Gemeinde zur Polonaise im Kirchenschiff auffordert,
Abraham für den Vater der Schlümpfe hält und mit seinem obdachlosen Kumpel
die Alkoholvorräte im Pfarrhaus vernichtet, gerät die beschauliche Welt im Flecken
völlig aus den Fugen – und das kurz vor der Gemeinderatswahl.
Das aktuelle Stück „Aber, aber Herr Pfarrer“ sprüht vor kreativem Ideenreichtum,
mitreißender Improvisation und jeder Menge Bezug zum Lokalgeschehen.
Das Publikum war an den vier Veranstaltungsabenden jedenfalls restlos begeistert.
Und nach der zweijährigen Coronapause genossen es auch die Darsteller, ihre Spielfreude
wieder voll und ganz ausleben zu können. Gleich vier Mal führten die „Wei’Schtengl“ ihr Stück
in der Gemeindehalle auf. Am vorvergangenen Samstag war der Theaterabend
in eine lebhafte Partynacht eingebunden, in der die Band „Friends“ die entsprechende Tanzmusik lieferte.
Die Theatergruppe bedankt sich bei allen Unterstützern, Mitmachern, Helfern und Sponsoren
sowie bei den Vereinskollegen, die auf ihre Übungsabende verzichtet und somit die vorbereitenden
Proben auf der Bühne möglich gemacht haben.

    

 

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Aaaattacke im Glockenspiel

Ludwigsburger Kreiszeitung, Angelika Baumeister, 25.03.2019

LKZ 2019

 
Marbacher Zeitung, Rita Brandenburger-Schift, 18.03.2019

MZ 2019

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Showdown am Stammtisch

Showdown (149)

Theateraufführungen am 16., 17. und 24. März 2018

Ein voller Erfolg waren die Aufführungen der Theatergruppe des Turnebund Rielingshausen „die Wei`Schtengl“. An zwei Abenden in der Gemeindehalle Rielingshausen und an einem Abend im Marbacher Schlosskeller sahen viele Zuschauer das Theaterstück von Mike Kinzie. Dabei hat sich das Konzept einen Abend zusammen mit dem Obst- und Gartenbauverein als Veranstalter aufzutreten, bestens bewährt. Am Freitag Abend ging die Veranstaltung ohne Musik in ruhiger Atmosphäre über die Bühne. Bei einem Glas Sekt konnten sich die Zuschauer nach der Aufführung noch gemütlich entspannen und unterhalten. Ganz anders präsentierte sich der Samstag. Der Turnerbund lud zur Vierten Frühlingsnacht. Nach dem Theaterstück spielten Al & Al mit flotten Rhythmen zum Tanz auf und dies wurde vom Publikum gerne angenommen. Der Durst konnte an der Bar gestillt werden und dort fanden auch viele Begegnungen statt. Unser Dank gilt dem OGV, mit dem die Zusammenarbeit richtig Spaß machte. Auch die Familie Lika hat uns tatkräftig unterstützt, damit die Veranstaltung wieder zu einem vollen Erfolg wurde. Nicht vergessen wollen wir auch die vielen Helfer, die uns beim Auf- und Abbau, bei den Requisiten und der Technik unterstützt haben.

Ludwigsburger Kreiszeitung, Patricia Rapp, 19.03.2018

LKZ 19-03-2018

Marbacher Zeitung, Andrea Ertl, 19.03.2018

MZ 19-03-2018

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Die Frühlingsnacht beginnt mit einer Komödie

Marbacher Zeitung, Sabine Armbruster, 12.03.2017

MZ Thermofliz 13-03-2017

Ausstattung mit viel Liebe zum Detail: Malermeister Axel Opitz und sein muskelbepackter Gehilfe Peter Eisele. Foto: avanti

Rielingshausen – Wegen Überfüllung mussten am Samstagabend etliche Besucher der Rielingshäuser Gemeindehalle abgewiesen werden. Ob das am neuen Pächter der Gaststätte lag, am Theaterstück, an der später vom Musikerduo Al & Al präsentierten Tanzmusik, der Bar oder daran, dass der Eintritt kostenlos war, was der Regisseur und Vorstand Reinhardt Giebel in seiner Begrüßung keck vermutete, sei dahingestellt. Fest steht: Die, die einen der über zweihundert Plätze ergattert hatten, verbrachten eine besondere Frühlingsnacht. Bereits zum dritten Mal gab es dieses Unterhaltungsangebot „von Rielingshäusern für Rielingshäuser“, wie es Laienschauspieler Roland Stickel formulierte.

Die noch namenlose Theatergruppe im Turnerbund trat erstmals als „Wei’Schtengl“ auf. Weinstengel als örtliche Gebäckspezialität gab es auch zum Verkosten – in 300-facher Ausfertigung von Sigrid Schmiedt, einer der Darstellerinnen, nach historischem Rezept gebacken.

Auch der Einakter von Andreas Leopold, der von der Mimengruppe kräftig mit Lokalkolorit bemalt worden war, hatte im weitesten Sinne mit der Küche zu tun. Denn eigentlich gingen fast alle Figuren im Stück davon aus, dass ihnen der neue Thermoflitz vorgestellt werden sollte. Dass anders als sonst bei Küchengerätevorführungen auch noch zwei Maler anwesend waren, lag daran, dass der Termin zum Streichen der Gaststube Rössle schon seit Wochen vereinbart war. Doch man muss eben richtig lesen. Es ging nämlich nicht um eine Thermoflitz-Vorführung, sondern um eine Thermoflitz-Verführung. Was am Ende zu einer faustdicken Überraschung führte und dazu, dass Rainer Holzwarth in seiner Rolle als Herkules im Borat-Kostüm, dem neongrünen Stringtanga-Badeanzug, auftrat. Mehr soll nicht verraten werden, denn am 8. April gibt es nochmals eine Aufführung im Marbacher Schlosskeller.

Auch sonst zeigten sowohl die Kulissen (Holger Weid) als auch Ausstattung und Maske (Andrea Opitz und Sabine Marx) viel Liebe zum Detail. Der radebrechende Malergehilfe Igor Rieczling (Peter Eisele) war so mit künstlichen Muskeln ausgestattet worden, dass er kaum die Arme anlegen konnte. Ruth Dornfelder (Cornelia Poltmann) sah in Kittelschurz, Kopftuch und Nylonkniestrümpfen so urschwäbisch aus, dass man ihr das Hochdeutsch glatt verzieh. Und Olaf Struller (Frank Müller) war mit blütenweißer Hose, rosa Hemd und Glitzerschal so auffallend kostümiert, dass sich niemand wunderte, als er Malermeister Max Lemberger (Axel Opitz) anbaggerte. Ein Hingucker auch Thomas Forch als Erna Trollinger und Ute Singer als Ursel Kerner. Schauspielerisch wussten die Darsteller ebenfalls zu überzeugen, und man merkte ihnen an, dass sie mit ebenso viel Spaß bei der Sache waren wie ihr Publikum.

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Humoriger Schwank mit Lokalkolorit

Marbacher Zeitung,  Rita Brandenburger-Schift, 19.07.2016

Bericht MZ 19-07-2016

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Der „Banküberfall mit Rollator“ ist geglückt

Marbacher Zeitung, Dominik Thewes, 22.03.2016

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Das Stück thematisiert auf leichte Weise das schwierige Thema der Altersarmut.

Marbach-Rielingshausen – Die Gäste der Theatergruppe des Rielingshäuser Turnerbundes haben sich zum Auftakt der „zweiten Frühlingsnacht“ am Samstag zunächst in der Zeit zurückversetzt gefühlt. Der eigentliche „Bankraub mit Rollator“, wie das neue Stück der Theatergruppe heißt, wurde ihnen nämlich als Schwarzweiß-Film gezeigt. „Der war super gemacht“, schwärmt die Rielingshäuserin Tanja Hörmann, die als eine von rund 250 Gästen in der ausverkauften Gemeindehalle bei dem Sechs-Personen-Stück mitfieberte.

Dass in dem Film nicht irgendeine Bank, sondern just jene in Rielingshausen überfallen wird, setzt dabei den Ton für den weiteren Abend. Denn auch nach dem übergangslosen Wechsel zum Bühnenstück werden immer wieder Rielingshäuser Persönlichkeiten und Besonderheiten Teil der Handlung. So will Gauner Fred den drei älteren Herrschaften die Beute streitig machen. Die wissen sich zu wehren. Nur leider überlebt es der Schurke nicht, als er eine Flasche über den Kopf bekommt. Und so „entsorgen“ die drei Rentner die vermeintliche Leiche in einem Container der Firma Stickel im Nachbarort Kirchberg. Aber auch der Ortschaftsrat bekommt sein Fett weg. Zum Beispiel, weil dieser es noch nicht geschafft hat, ein schnelles Internet nach Rielingshausen zu holen.

Dabei wäre die Rentnerin Marlene, gespielt von Ute Singer, doch so sehr darauf angewiesen. Denn die will mit ihrem Teil der Beute ihren Internetshop für gestrickte Eierwärmer endlich erfolgreich an den Start bringen. Das ist die ernste Note der Komödie. Unterschwellig handelt das Stück von der Altersarmut.

Dass die Aufführung dabei nicht in Sozialkitsch abgleitet, ist der schauspielerischen Leistung der sechs Akteure zu verdanken. Auch Frank Müller, der Gerdas Sohn mimt, fügt sich bei seinem ersten Bühnenauftritt perfekt ins Team ein. Cornelia Poltmann als Gerda, Rainer Holzwarth als Hector und Axel Opitz als Polizist spielen in bewährter Weise auf. Für Lacher sorgt unter anderem Peter Eisele, der als Gauner Fred den Stotterer glaubhaft darstellt. So sehr, dass der Gag zündet, als der Ganove ins Sächsische verfällt und der Sprachfehler damit verschwindet. Souffleuse des Abends war Siggi Schmied.

Trotz der schlichten Bühnengestaltung, die – so sieht es das Drehbuch vor – nur aus einem kärglich eingerichteten Wohnzimmer besteht, durfte sich das Publikum also opulent unterhalten fühlen. Das ist nicht zuletzt Regisseur Reinhardt Giebel zu verdanken, der an entsprechenden Stellen Hand ans Drehbuch legte. Aus der im Drehbuch vorgesehenen Helga in Ermangelung einer dritten Frau den männlichen Part des Hectors zu schreiben, war dabei noch eine der leichteren Übungen, sagt der Regisseur.

Dass er und sein Team es nach einer gelungenen Premiere mit den Gästen bei der Musik von Al and Al haben krachen lassen, versteht sich von selbst. Das Duo, das erstmalig beim Turnerbund auftrat, habe bis nachts um zwei Uhr für Stimmung gesorgt, berichtet Giebel. „Ich habe noch nie eine Band gehört, die anderthalb Stunden ohne Pause gespielt hat. “ Die so verbreitete gute Laune war auch dem Barbetrieb zuträglich.

Ob es in diesem Jahr eine zweite Aufführung von „Bankraub mit Rollator“ geben wird, ist noch fraglich. Allerdings steckt viel Probezeit in dem Stück, weshalb die Gruppe es gerne nochmals auf die Bühne bringen würde. Auf der Homepage des Turnerbundes Rielingshausen ist die Kontaktadresse zu finden. „Dort kann man uns gerne für private Feiern oder ähnliches buchen“, wirbt Regisseur Reinhardt Giebel.

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Marbacher Zeitung, Christian Kempf, 21.04.2015

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Marbacher Zeitung, Thomas Weigärtner, 29.09.2014